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Steuertipps zum Jahresende 2018

Jeder sollte vor Jahresende einen Steuercheck hinsichtlich seines Gewinns machen. Denn es gibt legale Gestaltungsmöglichkeiten um die Steuerbelastung zu senken. Was Sie noch vor Jahresende beachten sollten um Geld zu sparen! Am 01.01.2019 ist es bereits zu spät! Wir haben für Sie eine Liste mit den besten Steuertipps zum Jahresende zusammengestellt.

Investitionen vor dem Jahresende – Abschreibung und Sofortabsetzung ausnutzen.

Für Investitionen vor dem 31.12.2018 können Sie noch eine Halbjahresabsetzung geltend machen, wenn das Anlagegut noch vor Jahresende in Betrieb genommen wird. Mit der Bezahlung können Sie sich aber bis zum nächsten Jahr Zeit lassen. Investitionen (geringwertige Wirtschaftsgüter) mit Anschaffungskosten bis Euro 400,00 (exklusive Umsatzsteuer bei Vorsteuerabzug) können sofort im Jahr der Anschaffung abgesetzt werden.

Einnahmen und Ausgaben verschieben beim Einnahmen-Ausgaben-Rechner

Einnahmen-Ausgaben-Rechner können durch Vorziehen von Ausgaben und Verschieben von Einnahmen ihre Einkünfte steuern. Die GSVG-Beitragszahlungen für das Jahr 2018 können heuer noch absetzbar sein, wenn Sie Aufgrund einer Prognoserechnung seriös ermittelt werden. Beim Einnahmen-Ausgaben-Rechner gibt es jedoch 2 wesentliche Punkte zu beachten:

  • Regelmäßige wiederkehrende Einnahmen und Ausgaben (z.B: Miete, Kommunalsteuer, Dienstgeberbeitrag, usw.) die 15 Tage vor oder nach dem Jahresende bezahlt werden, sind dem Jahr zuzurechnen, zu dem sie wirtschaftlich gehören.
  • Vorauszahlungen für Beratungs-, Bürgschafts-, Fremdmittel-, Garantie-, Miet-, Treuhand-, Vermittlungs-, Vertriebs- oder Verwaltungskosten sind nur für das laufende und das nächste Jahr steuerlich sofort absetzbar. Sollte mehr als 2 Jahre Vorausbezahlt werden, muss aufgeteilt werden
Gewinnfreibetrag

Der Gewinnfreibetrag betrifft natürliche Personen (nicht GmbHs). Bis zu einem Gewinn von Euro 30.000,00 muss der Unternehmer nichts tun. Der Grundfreibetrag von Euro 3.900,00 (30.000,00 x 13% = 3.900,00) wird automatisch berücksichtigt. Bei Gewinnen über Euro 30.000,00 muss noch vor Jahresende investiert werden, um den Investitionsbedingten Gewinnfreibetrag nutzen zu können. Welche Investitionen sind dabei begünstigt:

  • Ungebrauchte, abnutzbare körperliche Wirtschaftsgüter mit einer Nutzungsdauer von mindestens 4 Jahren (z.B. Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, LKWs, Hardware und Gebäudeinvestitionen ab Fertigstellung. Ausgeschlossen sind PKWs, Software und gebrauchte Wirtschaftsgüter.
  • Begünstigte Wertpapiere. Fragen Sie Ihre Hausbank nach einer Liste.

Tipp:

  • Wichtige wäre hier eine Gewinnprognose für 2018, um den Gewinnfreibetrag optimal ausschöpfen zu können.
  • Auch selbständig Tätigen Gesellschafter-Geschäftsführern steht der Gewinnfreibetrag zu.
  • Bei Inanspruchnahme einer Betriebsausgabenpauschalierung steht nur der Grundfreibetrag zu.
Spenden aus dem Betriebsvermögen

Spenden aus dem Betriebsvermögen an begünstigte Institutionen (siehe: Liste begünstigter Einrichtungen) sind bis maximal 10% des Gewinnes des laufenden Wirtschaftsjahres vor Berücksichtigung des Gewinnfreibetrags steuerlich absetzbar. Damit diese Spenden noch im Jahr 2018 steuerlich berücksichtigt werden können, müssen Sie bis spätestens 31.12.2018 geleistet werden.

Tipp: Zahlungen an diverse gemeinnützige, kulturelle und sportliche Institutionen (Oper, Museen, Sportvereine etc.) können auch steuerlich absetzbar sein. Voraussetzung ist, dass damit eine angemessene Gegenleistung in Form von Werbeleistungen erbracht wird. Derartige Zahlen werden nicht als Spenden sondern als Werbeaufwand verbucht.

Umsatzgrenze für Kleinunternehmer

Unternehmer mit einem Jahresumsatz von maximal Euro 30.000,00 sind von der Umsatzsteuer befreit. Dabei ist zu beachten, dass diese Umsatzgrenze eine Nettogrenze ist. Bei Leistungen die dem Steuersatz von 20 Prozent unterliegen, beträgt daher die relevante Kleinunternehmergrenze Euro 36.000,00 pro Jahr. Beim 10prozentigen Steuersatz hingegen sind es Euro 33.000,00 (z.B Vermietung für Wohnzwecke). Seit dem Jahr 2017 sind bestimmte steuerfreie Umsätze (z.B. aus ärztlicher Tätigkeit) von der Berechnung der Kleinunternehmergrenze ausgenommen. Bei der Inanspruchnahme der Kleinunternehmerregelung, darf keine Umsatzsteuer in Rechnung gestellt werden und der Vorsteuerabzug geht verloren. Wichtiges im Zusammenhang mit der Kleinunternehmergrenze:

  • Ob die Kleinunternehmergrenze im Veranlagungsjahr überschritten wird oder nicht, richtet sich nach den verrechenbaren Beträgen der ausgeführten Leistungen. Damit wirkt sich eine Verschiebung der Bezahlung einer erbrachten Leistung in das nächste Jahr nicht auf die Grenze im heurigen Jahr aus.
  • Eine einmalige Überschreitung um 15% innerhalb von 5 Jahren ist unschädlich.
  • Die Erwerbschwelle von Euro 11.000,00 beachten (Wareneinkauf aus der EU)
Ende der Aufbewahrung für Bücher und Aufzeichnungen aus dem Jahr 2011

Bücher, Aufzeichnungen, Belege etc. des Jahres 2011 dürfen mit Jahresende vernichtet werden. Folgende Unterlagen müssen weiterhin aufbewahrt werden:

  • Unterlagen für ein anhängiges Beschwerdeverfahren (lt. BAO)
  • Unterlagen für ein anhängiges gerichtliches oder behördliches Verfahren ( lt. UGB), in dem Sie Parteistellung haben
  • Aufzeichnungen und Unterlagen im Zusammenhang mit Grundstücken (22 Jahre). Tipp: Unterlagen im Zusammenhang mit Grundstücken (Kaufvertrag, Anwalts- und Notarkosten, Grunderwerbsteuer, Schätzgutachten, Aufschließungskosten usw. sollten jedoch ewig aufbewahrt werden.
  • Unterlagen für den Mini-One-Stop-Shop müssen 10 Jahre aufbewahrt werden.
GSVG-Befreiung für Kleinstunternehmer bis 31.12.2018 beantragen

Kleinstunternehmer (Gewerbetreibende, Ärzte und Zahnärzte) sind von den Kranken- und Pensionsversicherungsbeiträgen befreit. Dazu muss der entsprechende Antrag bis zum 31.12.2018 bei der Sozialversicherungsanstellt der Gewerblichen Wirtschaft eingetroffen sein. Voraussetzungen:

  • Steuerpflichtige Einkünfte (Gewinn) maximal Euro 5.256,60 (Stand 2018) und
  • Jahresumsatz maximal Euro 30.000,00 und
  • Innerhalb der letzten fünf Jahre nicht mehr als 12 Monate GSVG-Pflichtversichert oder über 60 Jahre oder über 57 Jahre und innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Antragstellung die maßgeblichen Einkommens- und Umsatzkriterien erfüllt.
Updated on 9. Dezember 2018

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